DIE GESCHICHTE VON MONTECATINI VAL DI CECINA: La Miniera

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Geschichte

DIE MINEN VON MONTECATINI VAL DI CECINA ( PI )
Claudia Chiappino

Während einer meiner letzen "Streifzüge" auf der Suche nach alten Minen, kam ich in den Genuss die hügelige Landschaft der Toskana, dessen wunderschöner Umgebung, die Profile der kräftigen Türme aus Stein oder Ziegel auf den Hügeln... Dinge, die einen stets begleiten und von einem unbestrittenen Erbe der Geschichte zeugen, geologisch und bergbautechnisch genutzt, aber mit einem enormen Potenzial zur Weiterentwicklung.
Das Gebiet ist die Obere Val di Cecina, bekannt bei "Spezialisten" für Pisanisches Gestein, Alabaster und Salzvorkommen in Volterra, Braunkohle und Kalkvorkommen in verschiedenen Gegenden.
Mein Ziel jedoch war, die Minen im Norden der metallhaltigen Hügel, isoliert und reserviert, welche jeder Bergarbeiter besichtigen sollte, denn sie haben einen historischen Wert.

Der Name "Montecatini", eine Geschichte die hier entstanden ist
Für alle Experten und Techniker in der Industrie, steht dieser Name für die Industrie- und Bergbaugeschichte des letzten Jahrhunderts, aber nur wenige kenne die genaue Entstehung.
Gegründet am 26. März 1888 als " Anonymes Bergbauunternehmen von Montecatini", aus der Asche vom Mitarbeiter Giovanni Battisti Serpieri, hatte die Gesellschaft ihren ersten Sitz in Florenz, mit dem Hauptziel des Anbaus der Felder von Montecatini.
Nach ungefähr 10 Jahren, angeführt von dem charismatischen Guido Donegani, wird aus der kleinen lokalen Gesellschaft eine der führenden und leistungsstärksten der italienischen Industrie, und wird Lizenznehmer des wichtigsten nationalen Bergbaus sein, bis zum entgültigen Untergang der Bergbauepoche Anfang der 40 er Jahre. Unter den vielen sind: Brosso und Traverselle (TO), Gavorrano, Niccioleta und Boccheggiano (GR), Valle Imperina (BL), Perticara (PU), Montevecchio (CA)...nur um einige der berühmtesten zu nennen.
Ab 1917 beginnt die Beteiligung ausländischer Gesellschaften und somit entsteht der neue Name " Allgemeine Gesellschaft für Bergbau Montecatini", welche sich in den 20 er Jahren zur " Gesellschaft für Bergbau und Landwirtschaft Montecatini" entwickelt und mit dem Wiederaufbauprogramm der Nachkriegszeit beginnt.
Von diesem Moment an beginnt eine intensive Entwicklung und Erforschung bei der Suche nach Mineralien wie, Aluminium, Barit, Bauxit, in Zusammenarbeit mit führenden Bergwerken und Privaten Unternehmen auf diesem Gebiet.
Im Jahre 1938, ein halbes Jahrhundert nach der Gründung, Montecatini " verwaltet" 19 Schwefelminen, 9 Schwefelkiesminen, 3 Blei- und Zinkminen, 2 Kupferminen, 3 Barit- Steinbrüche, 290 Marmor- Steinbrüche, zusätzlich zu den großen Anlagen für die Herstellung von Metall....in diesen ganzen Komplexen finden zirka 30.000 Personen eine Arbeit.
Letztlich wird der Name " Montecatini Generalkonzern für Bergbau und Chemische Industrie" und schließlich Montedison...

Das Bergwerk von Caporciano im Jahrhundert
Die wohl reichste Mine Italiens und zu damaligen Zeit größte in Europa, hat eine atavistische Herkunft und eine unterbrochene Geschichte.
In der Toskana wurde naturbelassenes Kupfer gefunden, lokalisiert in Ablagerungen an der Oberfläche; das war ein historisches Ereignis und wurde in der Gegend von Florenz, Arezzo und der Oberen Val di Cecina, gefunden.
Es scheint, dass schon die Etrusker sich von Volterra in Richtung Montacatini bewegten um die Vorteile dieses wertvollen Minerals zu nutze zu machen; mit welchen sie Werkzeuge schmiedeten und Gegenstände mit Ornamenten herstellten.
Der Reichtum der Vorkommen an der Oberfläche, erlaubte eine einfache Gewinnung, kompatibel mit den technischen Vorraussetzungen dieser Epoche.
Ungefähr im Jahre 540 v. Chr; die Herrscher über das hohe Tirrenische Gebiet, erschloss neue Handelswege nach Pisa, Luni und Genua; das Kupfer wurde bis nach Parma und Piacenza, Richtung Norden gebracht, von Cisa, durch das Val di Cornia bis es Populonia erreichte und von dort auf dem Meer nach Pozzuoli und Sybaris verschifft wurde, wo es von griechischen Kaufleuten erworben wurde.
Die erste Unterbrechung der Aktivitäten im Bergbau von Montecatini erfolgte ungefähr im Jahre 476 n. Chr., durch den Fall des Römischern Reiches durch die Westgoten, und dem zu Folge entstanden landwirtschaftliche Systeme und Dörfer.
Die Wiederaufnahme des Abbaus wurde dokumentiert von einem gepachteten Bergwerk; das erste Mal datiert am 15. März 1466; die Gemeinde Volterra, genoss die Rechte des Bodens rund um den Landkreis, und somit die Erteilung von Lizenzen für Seinbrüche und die Lizenz zum Abbau von Gold, Silber, Blei, Eisen Zinn, Kupfer und Stahl an Mariano di Mattheo von Rom.
Eine Kuriosität: Die Lizenz hatte eine Gültigkeit von 24 Jahren und kostete eine Steuer von 40 Lira, nach dem vierten Jahr der Produktion, musste der Gemeinde 1,8 % des Einkommens bezahlt werden.
Aber der eigentliche Wendepunkt kam im 15. Jahrhundert; Cosimo die Medici, Sohn von Giovanni dalle Bande Nere, entwickelte eine Politik um einen neuen "Staat" in der Toskana zu schaffen. In diesem, wurde ein besonderes Augenmerk auf die mineralischen Ressourcen gerichtet, und der gleiche Cosimo, gründete zusammen mit anderen Aufstrebenden dieser Epoche, eine Gesellschaft zur Gewinnung von Kupfer in Montecatini.
Ab dem Jahre 1547, wurde die Verwaltung an Experten des Ungarischen Bergbaus übergeben, geleitet vom Spezialisten Zeglier, und nach ihm Francesco I, und Cosimo gelang es das Vertrauen von Technikern aus dem deutschen Bergbau zu gewinnen.
Zu dieser Zeit gibt es Aufzeichnungen über eine große Produktion, so kann man lesen " es gibt eine Menge Material, in den letzten 3 Jahren, konnte man 800 Pfund pro Tag schmelzen"
Die Tradition besagt, dass die Mine bis 1630 aktiv war, das Jahr der großen Pest in Italien; für 2 Jahrhunderte findet man Hinweise auf fehlgeschlagene Versuche des Neustarts, bis zum Jahre 1827: das Jahr in dem Luigi Porte zusammen mit Giacomo Leblanc und Sebastian Kleiberg beschlossen haben, die Bergwerke wieder zu reaktivieren und suchten sich die spezialisierten Techniker aus Freiberg, August Schneider und Siegesmund Hiller.
Mit den dargestellten Ereignissen und mit der Gründung neuer Gesellschaften, wurden weitere Versuche zur Herstellung , bis 1836 ,unternommen, das Jahr in dem Schneider mit der Erneuerung im Abbausystem und einem speziellen Extraktionsverfahren, je nach Art der Mineralisierung, begann.
Mit dieser Errungenschaft konnte man die Produktion steigern und man erreichte eine Quote von 268 Angestellten; ein Signal dieser positiven Entwicklung, ist der Bau der berühmten Kapelle,114m tief in den Felsen...dekoriert mit einem Halbmond aus Keramik, von der Manufaktur Ginori.
In dieser glücklichen Zeit, wurden die wichtigsten Quellen gebaut, Rostand und Alfredo, die Quelle Luigi Nuovo, die Tunnelentwässerung Maria Antonia; der Bergwerke entwickelten sich auf 10 Ebenen, alle miteinander verbunden, wobei die tiefste Teil sich auf 193 Meter über dem Meeresspiegel befand.
In den folgenden 10 Jahren wurde das Bergwerk an verschiedene Unternehmen verkauft, die Bergleute erreichten eine Zahl von 200 Angestellten und es begannen die ersten Aufstände über die Arbeitsbedingungen; die Arbeiter versammelten sich, um ihre Rechte zu schützen, und in einer Sitzung am 10. Juli 1891 wurden 83 Artikel einer Satzung für den Gesellschaft für gegenseitige Hilfe, Union und Arbeit für die Angestellten Bergarbeiter von Montecatini beschlossen.
In der Tat, die Minenstrukturen in Carporciano waren nicht modernisiert und optimiert worden; die Methoden zur Gewinnung und Verarbeitung waren rückständig, und im Jahre 1902 hat die Minengesellschaft von Montecatini die Schließung der Mine beschlossen.
Einige Bergleute versuchten die Verwaltung selbst in die Hand zu nehmen und gründeten eine Arbeitergesellschaft, aber im Jahre 1906, mit dem Abstieg des Preises für Kupfer, mussten Sie schließlich aufgeben.
Die Schließung wurde offiziell im Jahre 1907 angeordnet.
Montecatini begann mit einer Kampagne in den 50 er Jahren, gleichzeitig wurden die Entwässerungstunnel reaktiviert, während die unterirdischen Strukturen und die externen Datensammlungen immer gepflegt und leistungsfähig gehalten wurden; jedoch, angesichts der negativen Ergebnisse, am 24. April 1963 wurde die Mine definitiv geschlossen.
Es wird geschätzt, dass Carpociano, in seinen 80 Jahren des Bestehens ungefähr 70.000 Tonnen Kupfer produziert hat.
Im Jahre 1974 veräußerte Montedison die Gebäude, das Land und die Archive.
Im Jahre 2000 kaufte die Gemeinde von Montecatini den Bergbaukomplex und beginnt mit der Entwicklung des Gebietes, welche noch nicht abgeschlossen ist.

Wir danken....

Bei meinen Wanderungen, mit großen Augen und meinem Notizbuch in der Hand, durch diesen Ort, reich an Bergbaugeschichte, wurde ich begrüßt und begleitet, mit einer großen Herzlichkeit, von Menschen diese Ortes, welche mir mit Begeisterung geholfen haben, Dinge zu rekonstruieren, welche nicht in Vergessenheit geraten sollten.
Ich zitiere in beliebiger Reihenfolge, in der Hoffnung niemanden zu vergessen:
Den Bürgermeister Sandro Cerri, welcher der Sprecher des Geistes und der Initiativen der Gemeinde des Gebietes ist, immer in der Lage, einen besonderen Schwerpunkt auf die Berufung des Schutzes der Natur vom "grünen" Montecatini.
Dem Bürgermeister i. R. Renzo Rossi, welcher immer mit Herz und Seele dieses Projekt zur Aufarbeitung des Geschichtlichen Erbes des Bergbaus in Montecatini, unterstützt hat.
Dem Ingenieur Augusto Mugelli, Geschäftsführer, welcher unermüdlich an der Erarbeitung der Seite über den Bergbau war.
Der unvergleichbaren Stefania Falchi, die charismatische Seele der 2 Lokalitäten "La Miniera" und "La Taverna del Minatore" ( www.vacanzelaminiera.it), die erhaltenen Nebengebäude der Mine aus dem neunzehnten Jahrhundert, umgeben von grünen Zypressen und in einer magischen Atmosphäre, in der die Zeit stehen geblieben scheint.
Genua hier, während man über die Geschichte der alten Mine nachdenkt, kann man Übernachten, in komfortablen und gemütlichen Zimmern...und was ist erst mit den Gerichten " Made in Toskana", die aus der Küche kommen, begleitet von einem " Rosso delle Miniere, Roter aus dem Bergwerk"....was nicht bedeutet, dass wir von einem Rothaarigen Bergmann reden, sondern von Einem Wein...?

Ich gebe zu, dass selbst der Genuss und die Magie der Speisen und des Weines von Stefania, einen großes Anteil hatten daran, dass ich so verzaubert von diesem Ort bin und es mit Worten nicht ausdrücken kann....aber es ist auch nicht unwesentlich, die Schönheit eines Ortes zu ergreifen und zu schätzen, mit all seinen Facetten und vor allem mit so vielen verschieden Möglichkeiten, was Montecatini und bietet. Sie müssen es ausprobieren um es zu glauben.

Wie immer am Ende eines Artikels dieser Art, schwarz auf weiß, hoffe ich der nächsten Folge, beim nächsten Schritt, dass ich einen anderen Stein finde um eine Geschichte zu bauen...und...es klingt banal...aber jeder Stein kommt als erstes aus einem Berg

CC

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Loc. La Miniera 12
Montecatini Val di Cecina (PI)
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